Europawahl 2024

Parteienübergreifender Aufruf des Stadtrates Hann. Münden (29.5.24)

Wählen gehen! Wer nicht wählt, unterstützt die Feinde der Demokratie !

Unser Grundgesetz gibt es seit 75 Jahren. Die meisten Bürger kennen allerdings die Zeit davor nicht aus eigenem Erleben. Doch nur wer weiß, wie es in Deutschland vorher aussah, weiß den Wert der Demokratie und der Menschenrechte, die unser Grundgesetz verkörpert, zu schätzen.

Wir können auf diese Errungenschaft wirklich stolz sein: Unser Grundgesetz wurde weltweit zum Vorbild, zum Exportschlager. Viele andere Länder haben es zumindest in wichtigen Teilen übernommen.
Doch eine Demokratie lebt nur dann, wenn sie auch praktiziert wird. Das Recht, frei wählen zu dürfen, ist etwas, was die Menschen z.B. im Iran sich sehnlichst wünschen würden. Heute lebt weniger als die Hälfte der Menschheit in einer Demokratie.

Doch in Deutschland, wo man frei wählen kann, verschmähen viele ihr Recht:
Sie gehen einfach nicht zur Wahl. Doch was bewirkt dieses passive Verhalten?

Es schwächt unsere Demokratie, denn diese lebt von der Beteiligung aller Bürger. Der Nichtwähler verzichtet auf ein Grundrecht, das ihm zusteht. Durch seine Untätigkeit stärkt er indirekt die Extremisten. Und er lässt zu, dass Dinge nicht in seinem Sinne entschieden werden. Will er das wirklich ?

Unsere Demokratie ist leider kein Selbstläufer, sie ist heute gefährdet. Es gibt Gruppen, die wieder eine Autokratie einführen wollen, so wie nach 1933. Denen sind die Parlamente ein Dorn im Auge, die sie, wie schon 1933, sofort abschaffen werden.

Daher unser gemeinsamer Aufruf:

Setzen Sie sich ein für ein friedliches Miteinander und für den Erhalt unseres großartigen Grundgesetzes!

Gehen Sie wählen! Wer nicht wählt, unterstützt die Demokratiefeinde!

Die Stadtratsfraktionen:
Bündnis 90/Die Grünen, SPD, CDU, Bürgerforum Münden,
Münden aktiv, FDP, Dr. B. Nolte-Schuster (parteilos)


Warum werden durch Nichtwählen die Randgruppen gestärkt?

Die Stimmenanteile unterliegen etwa einer Normal-Verteilung (Gauß-Kurve)

Zugrunde liegen 2 Thesen:

  • Die Randgruppen können ihre Wähler besser mobilisieren, bei ihnen gibt es kaum Nichtwähler, fast alle gehen zur Wahl.
  • Die Nichtwähler kommen dagegen mehrheitlich aus der Mitte, daher bringen Nichtwähler der Mitte die höchsten Verluste.

Weil sich alles auf die Summe der insgesamt abgegebenen Stimmen bezieht, verschieben sich nun die Wähleranteile deutlich zugunsten der Randgruppen.
Der Unterschied zwischen Mitte und Randgruppen verringert sich, die Bedeutung der Randgruppen ist daher größer.